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Blauer Panther

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Die schlagfertige Lobbyistin Valerie setzt auf schmutzige Tricks und....(c) ARD Degeto, Isarstraßen Film, Nik Konietzny

TV & Streamingtipps im Juni

TV & Streamingtipps im Juni

“Ich packe meinen Koffer…”

Kennen Sie noch, oder? Ein Familien-Spiel, das immer und überall Laune macht. Wir haben selbstverständlich unsere Streaming-Tipps dabei. Zum Auftakt des schönen Wetters und der Sommerferien in einigen Teilen Deutschlands kommen Schwarzhumoriges, Romantisches, reichlich Dramatik und viel Musik ins Gepäck: Johannes Oerding feiert bei „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“, die Tokio-Hotel-Zwillinge Bill und Tom waten in „Kaulitz & Kaulitz“ durch Reality-TV-Untiefen, im Mega-Erfolg „Maxton Hall“ geht’s um verbotene Liebe. Moritz Bleibtreu erlebt in „Viktor bringt’s“ skurrile Alltagsabenteuer, und in „Wo wir sind, ist oben“ werden politische Intrigen gesponnen. Apropos, Politik: Im Juni steht nicht nur die Europawahl, sondern auch die Fußball-Europameisterschaft an. Pünktlich zum Anpfiff ziehen wir einen Doku-Volltreffer aus der Sporttasche. Eine echt runde Sache, finden wir.

Die schlagfertige Lobbyistin Valerie setzt auf schmutzige Tricks und....(c) ARD Degeto, Isarstraßen Film, Nik Konietzny
Die schlagfertige Lobbyistin Valerie setzt auf schmutzige Tricks und....(c) ARD Degeto, Isarstraßen Film, Nik Konietzny

Wo wir sind, ist oben

Um den Kampagnen seiner Kundschaft den passenden Dreh zu geben, lässt Max Lentor (Helgi Schmid, „Aus der Kurve“) schon mal eine Ladung Ferkel ins Kanzleramt karren. Der Spindoktor der Berliner Agentur ABC & Partner ist ein Meister der Lobbyarbeit, ehrgeizig, rücksichtslos, dabei entwaffnend charmant. „Hey, ich will doch nur gewinnen“, beruhigt er seinen Assistenten, während er geschmeidig die Belange einer Öko-NGO und einer Kanzlerkandidatin jongliert („Die Homestory erst, wenn die adoptieren Zwillinge getauft sind.“), nebenbei den Chef (Jan-Gregor Kremp) umschmeichelt und im Stamm-Café mit Mentorin Herta „Z“ Zickler (Ulrike Kriener) klüngelt. Auftritt Valerie Hazard (Nilam Farooq, „Contra“), eine ebenso brillante Strippenzieherin wie Max, die nicht nur die Gegenseite(n) vertritt, sondern ihre Agentur Pegasus außerdem zur größten Lobby-Adresse in Berlin machen will. Logisch, dass dies Auftakt für ein ebenso nervenaufreibendes wie fintenreiches Ränkespiel ist: Es geht um Politik, Macht und Meinungsmache, darum, wie gefühliges Storytelling wissenschaftliche Fakten untermauern oder bedeutungslos machen kann, wie schnell aus Guten Böse und aus Bösen Gute werden, um Hightech-Pflege-Roboter, den Stopp des Braunkohleabbaus, um seelische Narben und eine vermurkste Kindheit in der Lausitz. Volle Packung Drama also.

Seine Premiere verdankt der Achtteiler, wenn man so will, einer Rettungsaktion. Ursprünglich hatte die Serie unter dem Titel „Public Affairs“ als Sky-Original starten sollen. Nachdem der Pay-TV-Sender aus der Produktion deutscher Fiction ausgestiegen war, fand sie in der ARD eine neue Heimat. Zum Glück. „Wo wir sind, ist oben“, ersonnen vom preisgekrönten Drehbuchautor Christian Jeltsch („Einer geht noch…“), ist ein unterhaltsamer Parforceritt durchs politische Berlin. Doppelbödig, randvoll mit galligem Humor, alten weißen Werbern und bitterer Tragik. Ein bis in die Nebenrollen stimmig besetztes Frühsommer-Highlight, das Nilam Farooq, Helgi Schmid und Valerie Stoll als Max’ schwangere Schwester CeeCee in Hochform zeigt. Cool bis in die Zigarettenspitze: Ulrike Kriener als Grande Dame der Politikberatung. Und der Soundtrack, eleganter Electroswing vom österreichischen DJs Parov Stelar, gehört auf jede Summer-Playlist.

Wo wir sind, ist oben, 1. Staffel, 8 Folgen, ab 14. Juni in der ARD-Mediathek

Viktor bringt’s

 
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Er arbeitet nach dem Motto „Bei kleinen Problemen hilft der Fachmann, bei großen Problemen hilft der Flachmann“. Als Aushängeschild für Handwerksberufe taugt Viktor Kudinski (Moritz Bleibtreu) kaum. Dem Berliner Service-Techniker, der Elektrogedöns von der Fritteuse bis zum Mähroboter ausliefert, ist kein Fettnäpfchen zu tief, kaum ein Machospruch zu tumb. „Ich denke mit den Händen“, will er ausgerechnet einer Hirnforscherin (Caroline Peters in Hochform) weismachen, während er ihr neues TV-Gerät zusammenprökelt. Die kontert trocken: „Das haben die Neandertaler auch gemacht und sind ausgestorben.“ Autsch! Dass Papa ziemlich cringe ist, findet auch Filius Mika (Enzo Brumm), Philosophiestudent, genderfluide und Viktors Hiwi. Kann sich das entfremdete Vater-Sohn-Gespann trotzdem wieder annähern? 

„Viktor bringt’s“ ist ein mal deftiger, mal hintersinniger, allzeit skurriler Schabernack mit „Tatortreiniger“-Vibes. Nicht erstaunlich, dass Gaststars wie Heino Ferch, David Cross und Caro Cult Viktors herrlich verschrobene Kundschaft mit sichtlicher Wonne spielen. 

US-Streamer Prime Video („LOL Last One Laughing“) beweist mit den acht kurzweiligen 20-Minütern einmal mehr seine Affinität für Comedy made in Germany. In Zeiten wie diesen brauche man etwas zum Lachen, sagte Bleibtreu in diversen, den Serienstart begleitenden Interviews. Recht hat er. Mehr davon!

Bonus-Tipp für Fans: Im „Kino oder Couch“-Podcast von Moderator Steven Gätjen plauderte Bleibtreu 2020 launig über sein Regiedebüt „Cortex“. Titel der Folge: „Moritz Bleibtreu Mir scheint teilweise die Sonne aus´m Arsch“.

Viktor bringt’s, 1. Staffel, 8 Folgen, seit 30. Mai auf Prime Video

Kaulitz & Kaulitz

 
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Mit Sonne machen wir weiter, und zwar in Kalifornien. Die Reality-Serie „Kaulitz & Kaulitz“ aus dem Hause Netflix, übrigens seit Ende Mai einer der Träger des Blauen Panthers, wirft einen Blick auf den Alltag von Germanys bekanntesten Zwillingen Tom und Bill. Yup, das sind die, deren Band Tokio Hotel 2005 mit dem vielfach preisgekrönten Hit „Durch den Monsun“ und ihrem Debütalbum „Schrei“ die Charts stürmten. Danach ging’s steil bergauf, auch international. Bill machte zudem durch seinen Style, das Hadern mit seiner sexuellen Identität und der Autobiografie „Career Suicide: Meine ersten dreißig Jahre“ (2021) Schlagzeilen. Über letztere schrieb Benjamin von Stuckrad-Barre im Vorwort: „Wer ein funktionstüchtiges Gehirn hat und ein intaktes Herz, der muss, darf und wird anhand von Bill Kaulitz immer wieder begreifen: Anderssein ist schön, ist richtig.“ Auch Tom findet sich regelmäßig in der Klatschpresse wieder. Er ist mit Heidi Klum („Germany’s Next Topmodel“) verheiratet.

Seit Jahren residieren die aus Magdeburg stammenden Twins in den Hollywood Hills. Wie es ihnen dort ergeht, verraten die 34-jährigen Musiker bereits regelmäßig in ihrem beliebten Podcast „Kaulitz Hills Senf aus Hollywood“, mit dem sie im Juli auf Deutschlandtour sind. Also perfektes Timing für acht Streaming-Episoden Kaulitz’schen Seelenstriptease und brüderliche Kabbelei. Highlight für Fans: eine große Lager-Entrümpelungsaktion, die Schätze aus den Anfangszeiten von Tokio Hotel zutage fördert.

Kaulitz & Kaulitz, 1. Staffel, 8 Folgen, ab 25. Juni auf Netflix

Sing meinen Song – Das Tauschkonzert

 
Die TeilnehmerInnen von Sing meinen Song 2024 bieten ihre eigenen Hits zum Tausch an. (c)Foto: RTL Markus Hertrich
Die TeilnehmerInnen von Sing meinen Song 2024 bieten ihre eigenen Hits zum Tausch an. (c)Foto: RTL Markus Hertrich
 

Von sunny California geht es ins ebenso sonnige Südafrika. Dort chillen derzeit ein paar deutsche Musikstars mit Gastgeber Johannes Oerding („Kreise“) im schicken Freiluft-Ambiente auf ihrer mittlerweile berühmten Couch und spielen sich die Hits der jeweils anderen vor. Genres verschwimmen, die live vorgetragenen Coversongs lassen manch Träne der Rührung kullern ein entspanntes Get-together, das sowohl mit originellen Songvarianten, als auch großen Gefühlen überrascht. So sorgte Tim Bendzko („Nur noch kurz die Welt retten“) jüngst mit seiner Interpretation von „Stärker als Gewalt“ des Rappers Eko Fresh und dem Geständnis, dass er als Kind Erfahrungen mit häuslichen Übergriffen machen musste, für reichlich Gänsehaut.

Wer nach der Jubiläumsstaffel im vergangenen Jahr derzeit in Runde elf sonst noch am Start ist? Neben Juli-Frontfrau Eva Briegel („Perfekte Welle“), Soul-Sängerin Joy Denalane („Mamani“), Broilers-Frontmann Sammy Amara („Gib das Schiff nicht auf!“) und Pop-Sänger Emilio („Ausmacht“) schaute erstmals ein Ehren-Gast vorbei: Deutsch-Rock-Veteran Peter Maffay. Noch ein Gänsehaut-Moment. Besonders emotional dürfte die finale Folge (linear auf Vox am 11. Juni) werden. Die Stars verabschieden sich mit Duetten immer wieder schön. 

Seit 2014 läuft die auf der niederländischen Show „Beste Zangers“ basierende Musikreihe „Sing meinen Song Das Tauschkonzert“, die unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Beliebter Bonus zu jeder regulären Episode: „Sing meinen Song – Die Künstlerstories“ über Leben und Karriere der beteiligten Stars, moderiert von Laura Dahm.

Sing meinen Song – Das Tauschkonzert, 11. Staffel, 8 Folgen, erste Folgen seit 23. April in der RTL+ Mediathek

Die Hamburger Schule – Musikszene zwischen Pop und Politik /

Hiphop – Made in Germany

 
HipHop Made in Germany - (c) NDR Gebrüder Beetz Filmproduktion, Nicolas Winkelhahn; Grafik: Fritz Gnad ARD Mediathek
HipHop Made in Germany - (c) NDR Gebrüder Beetz Filmproduktion, Nicolas Winkelhahn; Grafik Fritz Gnad ARD Mediathek
 

Weil Musik(-star)-Filme, -Serien, -Dokus und Reality-Formate gerade schwer angesagt sind, legen wir thematisch noch mal nach. „Die Hamburger Schule – Musikszene zwischen Pop und Politik“ setzt sich mit einer der prägendsten Musikbewegungen Deutschlands auseinander. Bands wie Blumfeld („Draußen auf Kaution“), Die Sterne („Was hat dich bloß so ruiniert?“), Die Braut haut ins Auge („Pop ist tot“) und Tocotronic („Hi Freaks“), von TipBerlin einst als „schlauste Band Deutschlands“ bezeichnet, beeinflussten mit ihrem facettenreichen Indie-Sound, ihren scharfsinnigen, ironischen, gesellschaftskritischen Texten und coolen Styles nicht nur spätere Bands, sondern auch Kunst und Popliteratur. „Ein Lebensgefühl“, sagt Autorin Natascha Geier, die die Hochzeit der Bewegung live miterlebt hat, sogar auf einem Plattencover der Mobylettes („Girls Talk“) und in einem Goldenen-Zitronen-Video landete und einen entsprechend guten Draht zu den Kunstschaffenden hat.

Gekonnt blättert sie die Entstehungsgeschichte der „Hamburger Schule“ auf, „als St. Pauli noch rau und wild war und die Nächte voller Möglichkeiten“. Sie zeigt Kunst und Kiez-Leben in den 1980er und 1990er Jahren, das ebenso zornige wie kreative Aufbegehren gegen Konventionen, Rassismus und rechtsradikales Gedankengut. Ein aufschlussreicher, sehr persönlicher Blick ins Klassenzimmer, randvoll mit Interviews, Anekdoten und Hintergrundstorys. Glatte Eins, setzen!

 

Und weil „Die Hamburger Schule“ mit nur zwei Folgen ein kurzes Vergnügen ist, gibt’s eine Zugabe: „Hiphop Made in Germany“ erzählt die Geschichte des Deutschrap, zeigt, wie sich Szene, Lebensgefühl und Gesellschaft verändert haben und dröselt auf, wie die Songs deutsche Befindlichkeiten widerspiegeln: Der Heidelberger Hiphop-Pionier Toni-L erinnert sich an die 1980er, Cora E. an ihre Erlebnisse als erste weibliche MC. Kitty Kat blickt auf ihre Erfahrungen mit dem zu Beginn der 2000er-Jahre aufstrebenden Label Aggro Berlin zurück. Celo & Abdi cruisen durch Frankfurt, Denyo von den Beginnern und Rapperin Eunique durch Hamburg. Sie diskutieren über „Spaßrap“, Kommerzialisierung und deepe Texte, über Politik, Rassismus, Straßen-Slang und Attitude.

Eine spannende Zeitreise durch vier Jahrzehnte, für die der NDR einiges an Starpower vor die Kamera holte, unter anderem Eko Fresh (siehe oben), zurzeit in „Sing meinen Song“ gefeiert, Smudo (Die Fantastischen Vier), König Boris von Fettes Brot, Lady Bitch Ray und Disarstar. Nicht nur für Deutschrap-Fans ein Muss, und nebenbei eine nice Einstimmung auf die kommenden Sommer-Hip-Hop Festivals oder die aktuelle Open-Air-Tour der Fantastischen Vier.

Viel Vergnügen beim Updaten Ihrer Playlists!

Die Hamburger Schule – Musikszene zwischen Pop und Politik, 1. Staffel, 2 Folgen, seit 28. Mai in der ARD-Mediathek

Hiphop – Made in Germany, 1. Staffel, 4 Folgen, seit 10. Februar ebenfalls ARD-Mediathek

Maxton Hall – Die Welt zwischen uns

 
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Trigger-Warnung: Jetzt kommt eine Schmonzette. In „Maxton Hall Die Welt zwischen uns“ wird in Sachen Romantik, Herzschmerz und Schmalzdialoge nicht gekleckert, sondern geklotzt. Oder, wie Spiegel Online titelte: „Rosamunde Pilcher für Teenager“. Wer das sehen will? Nun ja, die sechsteilige Coming-of-Age-Serie, die auf der „Save me“-Romantrilogie von Mona Kasten basiert, schaffte es in 120 Ländern auf Platz eins der Prime-Video-Charts. „Erfolgreichster Serienstart eines nicht-amerikanischen Prime Originals überhaupt“, meldete der US-Streaminganbieter und bestellte rund drei Wochen nach Premiere der UFA-Fiction-Produktion bereits eine zweite Staffel. 

Dass Young-Adult-Themen trenden, ist zwar längst kein Geheimnis mehr, der Erfolg von „Maxton Hall“ bleibt dennoch bemerkenswert, behauptet sich „Made in Germany“ global doch eher selten gegen englischsprachige Konkurrenz. Nicht so dieser Edelkitsch-Overkill. Mehr noch, auf dem US-Bewertungsaggregator Rotten Tomatoes schaffte der Sechsteiler einen Publikumsscore von satten 91 Prozent. Zum Vergleich: Die aktuelle „Bridgerton“-Staffel fanden dort lediglich 77 Prozent supi. Also gucken, weil es alle tun? Ein gewisser „Maxton Hall“-Gruppendruck herrscht zumindest bei Eltern und allen, die wissen wollen, was Kids momentan so bingen. 

Worum es überhaupt geht? Die smarte Schülerin Ruby Bell (Harriet Herbig-Matten aus „Bibi und Tina“), aus einfachen Verhältnissen stammend, erhält ein Stipendium für das Elite-College Maxton Hall. Ihr Traum: es bis an die Oxford-Universität zu schaffen. Doch der Alltag zwischen steinreichen Schnöseln, unter ihnen auch der arrogante James Beaufort (Damian Hardung), ist hart. Als Ruby durch Zufall hinter ein pikantes Geheimnis von James’ Schwester Lydia kommt, wird es kompliziert. Bei dem Versuch, Rubys Schweigen zu erkaufen, verliebt sich James in die „nicht standesgemäße“ junge Frau. Großes Drama im Hause Beaufort. Hat da jemand „toxische Beziehung“ gesagt?

Kurz: Alles reichlich drüber, muss man mögen. Deshalb entweder Taschentücher raus und mit den Kids um die Wette schmachten oder zu unserem nächsten Tipp weiter zappen.

Maxton Hall – Die Welt zwischen uns, 1. Staffel, 6 Folgen, seit 9. Mai auf Prime Video

Wir Weltmeister. Abenteuer Fußball-WM 2014

 
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Wir kommen zum Sport. Wissen Sie noch, wo Sie am 8. Juli 2014 waren? Kleiner Tipp: 7:1 gegen Brasilien, vier Treffer binnen sechs Minuten, keine Chance für die Seleçao. „Unfassbar. Historisch. Wahnsinn.“, schrieb der Kicker. Dass die Elf von Joachim „Jogi“ Löw am 13. Juli das Finale gegen Argentinien im legendären Maracanã in Rio de Janeiro gewann und Fußball-Weltmeister wurde, machte den Traum perfekt. Euphorie in Germany, Jubel, Männertränen, Party-Sommer oh, wie war das schön.

Zum Auftakt der diesjährigen Europa-Meisterschaft ruft die vierteilige Dokuserie „Wir Weltmeister. Abenteuer Fußball-WM 2014“ von Martin Roschitz und Sven Kaulbars Erinnerungen an ein wunderbares Fußballmärchen zurück, zeigt die Stimmungswechselbäder im Team, die Gefühle zum WM-Auftakt gegen Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo und mit welchen Tricks sich die Mannschaft zu Höchstleistungen motivierte. Ex-Nationalspieler Benedikt Höwedes reist nach Brasilien und blickt auf das historische Turnier zurück, spricht über seinen dramatischen Autounfall und plaudert über große und kleine Dramen hinter den Kulissen Haarausfall im Mannschaftsquartier zum Beispiel. Ebenfalls mit von der Partie: Ex-Bundestrainer Joachim Löw, Finalheld Bastian Schweinsteiger und Torjäger Thomas Müller. 

Extra-Tipp für Fans: Im sechsteiligen Podcast „Wir Weltmeister. Auf der Suche nach 2014“ (ARD-Audiothek) geht es um die WM-Sieger und ihr Leben nach dem Titel. Warum ging es danach bergab?

Wir Weltmeister. Abenteuer Fußball-WM 2014 , 1. Staffel, 4 Folgen, seit 22. Mai in der ARD-Mediathek